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Alte Kamin- und Kachelöfen: Schonfrist endet

Alter_Kamin_PixabayFür alte Kamin- und Kachelöfen endet am 31. Dezember 2017 die Schonfrist des Gesetzgebers. Stoßen die Feuerstellen zu hohe Emissionen aus, müssen sie nachgerüstet oder ausgemustert werden. Der Staubgrenzwert liegt bei 0,15 Gramm pro Kubikmeter Abgas, der Kohlenmonoxid-Grenzwert bei vier Gramm pro Kubikmeter. Auf diese Vorgaben der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.
Von der Regelung betroffen sind Öfen mit einem Baujahr vor 1985. Weist die Feuerstätte zu hohe Staubemissionen auf, kann der Einbau eines Partikelfilters den Ausstoß unter die verlangte Schwelle senken. Ist der Ausstoß von Kohlenmonoxid zu hoch, hilft dagegen nur eine Stilllegung. Experten raten meist zu einem Ofentausch, da Messung und Nachrüstung meist teurer sind als ein neuer, effizienterer Ofen.

Ob ein Ofen in die fragliche Altersklasse fällt, lässt sich unter Umständen anhand des Typenschilds ermitteln. „Ist das Datum auf den Jahrzehnte alten Schildern nicht mehr feststellbar oder fehlt das Typenschild ganz, lohnt sich ein Blick in die Herstellerbescheinigung, auch Prüfstandsmessbescheinigung genannt“, erklärt Jörg Knapp vom Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg. Gebe es auch hierzu keine Unterlagen, könnten Hauseigentümer online in der Datenbank des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik nachschauen. Hilft auch das nicht weiter, empfiehlt sich der Kontakt zu einem Fachmann des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks.

Informationen: www.zukunftaltbau.de, http://cert.hki-online.de/
Foto: Pixabay

 
Nützliches Infopaket: Luftreinhaltung mit Holzfeuerungen

DEPI_Roco_webNicht immer orientieren sich die öffentliche Diskussion,
aber auch Medienberichte beim Thema “Staub aus Holzfeuerungen” am aktuellen wissenschaftlichen Sachstand.
Daher hat der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) und das Deutsche Pelletinstitut DEPI in einem umfassenden „Infopaket Luftreinhaltung mit Pelletfeuerungen“ zusammengefügt.

Enthalten sind die Infoblätter zum Thema Staub/Emissionen aus Holzfeuerungen, BImSchV sowie die aktuelle Aufarbeitung der UBA-Zahlen zu Feinstaubemissionen. Ergänzt werden die Infoblätter um anschauliche Infografiken.

Informationen: www.depi.de
Foto: Deutsches Pelletinstitut

 
Zeit der sinkenden Heizkosten ist vorbei

HEIZSPIEGEL für Deutschland 2017 - Klimaschutz zu HauseDer neue Heizspiegel zeigt: Das Abrechnungsjahr 2016 fiel für viele Verbraucher günstig aus.

2016 lag die Spanne für Heizkosten in einer durchschnittlichen 70 Quadratmeter großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung zwischen 550 Euro und 1.200 Euro. Im Schnitt wurden 800 Euro Heizkosten gezahlt.

Entscheidend für die großen Unterschiede war der energetische Zustand des jeweiligen Gebäudes.
Doch ab 2017 muss wieder mit Mehrkosten gerechnet werden. Die Experten gehen davon aus, dass in erdgas- und fernwärmebeheizten Gebäuden die Heizkosten 2017 voraussichtlich moderat steigen
werden – um etwa 2 Prozent. Bewohner von Häusern mit Heizölheizung müssen mit einem Anstieg der Heizkosten um 10 Prozent rechnen.

Verbraucher können den Heizspiegel-Flyer mit neuen Vergleichswerten kostenlos auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de herunterladen. Außerdem ist er ab Mitte November bundesweit bei vielen Mietervereinen und Bürgerämtern erhältlich.

Informationen: www.heizspiegel.de

 
Energieeffizient Lüften: Hygienisches Raumklima in der Heizperiode

Wohnraumlueftung_zvshk_WebIn der Heizperiode stehen viele Mieter und Vermieter vor einem Dilemma: Durch regelmäßiges Lüften kühlt der Wohnraum schnell aus, ohne Lüften jedoch bleibt die warme, feuchte Luft in der Wohnung. Oftmals unbeachtet ist jedoch die Gefahr der Schimmelbildung, die durch das feuchte Innenraumklima besteht. Die Experten des Fachverbandes Gebäude-Klima e. V. (FGK) empfehlen Hausbesitzern deswegen, über den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nachzudenken.

„Das Problem von Schimmel in der Wohnung hängt meistens mit dem Innenraumklima zusammen“, erklärt Günther Mertz, Geschäftsführer des FGK. „Regelmäßiges Lüften ist besonders im Winter kaum umsetzbar oder zuzumuten. Auch hilft es zuweilen nicht wirklich, da moderne und stark wärmegedämmte Gebäude oftmals über keinen natürlichen Luftaustausch durch Fugen oder Ritzen verfügen. Mit einer mechanischen Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung wird der Luftaustausch sichergestellt und die Wärme bleibt in den vier Wänden“, so der Experte.

Durch das Prinzip der Wärmerückgewinnung wird die warme Luft nach draußen geleitet, während ihr durch ein Wärmetauschsystem die thermische Energie entzogen wird, mit der die Frischluft von draußen aufgewärmt wird. „Gerade im Winter wird dadurch ein hygienisches und behagliches Raumklima gewährleistet. Das bietet Wohnkomfort und fördert auch ein gesundes Wohnen“, erklärt Mertz.

Informationen: www.fgk.de

 
Umweltministerium: Bericht über die Entwicklung der erneuerbaren Energien

UM Erneuerbare_2016Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat seinen jährlichen
Bericht über die Entwicklung der erneuerbaren Energien im Land veröffentlicht.

Demnach lag im vergangenen Jahr die Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg mit knapp 62 Terrawattstunden (TWh) unter dem Niveau von 2015. Der Rückgang ist auf die geringere Erzeugung aus Steinkohle- und Kernkraftwerken zurückzuführen. Zugleich leisteten Wind, Sonne, Wasser und Biomasse mit etwas mehr als 15 TWh einen um 2,7 Prozent höheren Beitrag als 2015. Die erneuerbaren Energien nahmen in 2016 einen Anteil von rund 25 Prozent an der Bruttostromerzeugung für sich in Anspruch.

Beim Endenergieverbrauch war 2016 gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 2,2 Prozent zu verzeichnen. Für diese Entwicklung dürften im Wesentlichen ein kalter Winter und der stetig wachsende Bestand an Fahrzeugen verantwortlich sein. Gleichwohl ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch im Land um 0,3 Prozent auf rund 14 Prozent gewachsen. Im Wärmebereich stieg der Anteil der erneuerbaren Energien um rund 0,5 Prozentpunkte auf jetzt 15,6 Prozent. Der Verkehrssektor blieb konstant bei 4,5 Prozent.

Informationen: www.um.baden-wuerttemberg.de

 
Neue Technologien gewinnbringend einsetzen

IFH_Intherm_Digital_vernetzt_GHM_webDie Digitalisierung verändert die SHK-Branche: Von Projektplanung über Auftragsabwicklung bis hin zu smarter Kundenbetreuung und Marketing, gibt es viele neue Produkte und Lösungen. Schließlich bieten Produkt-Know-how und digitale Tools, wie Serviceplattformen, Erklärvideos auf Social Media Kanälen und Virtual Reality vielseitige Möglichkeiten, Beratungsgespräche zu optimieren und den Kundenservice auszubauen.
Die IFH/Intherm in Nürnberg setzt bei diesem Trendthema einen Schwerpunkt und zeigt mit DIGITAL VERNETZT vom 10. bis 13.04.2018 auf, welche neuen Möglichkeiten es gibt und wie Handwerker, Verantwortliche der Wohnungswirtschaft, Planer und Architekten die neuen Technologien sinnvoll nutzen.

Den Auftakt bildete der IFH/Intherm Mediendialog DIGITAL VERNETZT, bei dem Handwerker und Wissenschaftler über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für das SHK-Handwerk diskutiert haben: Wie können neue Technologien gewinnbringend eingesetzt werden? Und welche Auswirkung hat die Digitalisierung auf den Arbeitsalltag und die Ausbildung?

Wer den Live-Stream verpasst hat, kann die spannende Expertenrunde zum Thema Digitalisierung in der SHK-Branche anschauen unter https://www.ifh-intherm.de/messe/mediendialog-digital-vernetzt/

Informationen: www.ifh-intherm.de
Foto: GHM

 
Geselle aus Sachsen ist Deutscher Meister der Anlagenmechaniker-SHK

P1140778_DMSHK_WebAm 23. und 24. November 2017 fand erstmalig in Düsseldorf die Deutsche Meisterschaft der Anlagenmechaniker/innen für SHK-Technik statt. Acht Teilnehmer aus ganz Deutschland kämpften um den Titel. In einem spannenden Wettkampf setzte sich Pascal Schreiter aus Aue durch. Das Talent aus Sachsen überzeugte die sechsköpfige Expertenkommission mit 94,94 von 100 Punkten. Vizemeister wurde Timo Römer mit 92,25 Punkten aus Saarbrücken. Benedikt Geldner aus Bad Staffelstein belegte mit 82,57 Punkten Platz drei. Für den Teilnehmer Cihan Ulug aus Baden-Württemberg hat es nicht auf das Treppchen gereicht. Trotzdem habe er „toll gekämpft“ wie ihm die Ausrichter bescheinigten.

Die Aufgabenstellung des Bundeswettbewerbes hatte es in sich: Es galt unter Zeitdruck in eineinhalb Tagen eine vollständige Badinstallation mit Trinkwasser- und Abwasserverrohrung, WC-, Waschbeckenelementen sowie eine komplette Heizungsinstallation in der Form des Düsseldorfer Fernsehturms zu errichten. Am Ende wurden Maßgenauigkeit und Dichtigkeit der gesamten Installation geprüft.

Sofern sie und ihre Firmen sich bereit erklären, geht es nun für die drei Sieger ins Trainingslager für die kommende Ausscheidung der Euroskills im Rahmen der IFH Intherm im Frühjahr 2018.

Informationen: www.dmshk.de

 
Handwerkskampagne sucht junge Vorbilder

ZVSHK_Nachwuchs_Daumen_WebErfüllung und Selbstverwirklichung – das wünschen sich Jugendliche von ihrem Beruf. Und genau das kann Ihnen das Handwerk bieten. Dass Erfüllung und Selbstverwirklichung im Handwerk nicht nur leere Worte sind, will die Imagekampagne des Handwerks ab Februar 2018 mit der Aktion „Die nächste Generation“ belegen: 12 spannende Junghandwerker präsentieren dem Nachwuchs Monat für Monat ihre Erfolgsgeschichten und Gewerke.
Gesucht werden dafür Vorbilder der nächsten Handwerker-Generation: junge, dynamische Menschen, die sich mit ihrem Handwerksberuf Träume erfüllen oder Erfolgsgeschichten schreiben. Und das schon in jungen Jahren: Denn älter als 35 Jahre alt sollten die Teilnehmer der Aktion „Die nächste Generation“ nicht sein.

Sie möchten mitmachen? Oder kennen Sie einen spannenden Kandidaten für die Aktion „Die nächste Generation“? Schicken Sie Ihren Vorschlag gern per Email an handwerk@heimat-berlin.com

Informationen:
https://handwerk.de/infosfuerbetriebe/dezember-2017/die-naechste-generation

Foto: ZVSHK

 
Kostenlose App zur Öltankschau

App OeltankschauSeit Inkrafttreten der neuen AwSV am 1. August 2017 sind alle, die an Heizölverbraucheranlagen arbeiten oder Heizöltankanlagen betreiben, verstärkt in der Pflicht. Der Zentralverband SHK sieht insbesondere die Fachbetriebe nach § 19l WHG in der Verantwortung, auf eventuelle Schwachstellen beim alten (Kunststoff-) Öltank aufmerksam zu machen und unterstützt deshalb die Initiative des Bundesverbands Lagerbehälter e.V. und des BDH zur „Öltankschau“.

Die „Öltankschau“ soll mittels der neuen „App Öltankschau“ durchgeführt werden. Sie ersetzt keine Sachverständigen- oder Prüftätigkeit, sensibilisiert aber den Nutzer für die Umweltproblematik und unterstützt den Fachbetrieb bei der Argumentation für Sanierungs- bzw. Austauschtätigkeiten. Die App wird analog zur bekannten ZVPLAN Heizungs-Check APP bedient. Die Ergebnisse können aus der App heraus per Mail verschickt werden. Umfangreiche Hilfestellungen durch Muster-Abbildungen helfen bei der Bewertung.

Die App kann kostenlos im App-Store oder bei Google Play heruntergeladen werden.

Informationen: https://www.zvshk.de/fachwissen-fuer-shk-gewerke/technik/topthemen/heizungs-klima-lueftungstechnik/details/artikel/7017-oeltankanlagenschau-nach-neuer-awsv

 
Transferpreis Handwerk + Wissenschaft

Seifriz_PreisAls bundesweiter Transferpreis des deutschen Handwerks prämiert der Seifriz-Preis seit über 25 Jahren erfolgreiche Kooperationen zwischen Handwerk und Wissenschaft.

Unter dem Motto „Meister sucht Professor“ werden innovative Produkte und Leistungen, die durch Zusammenarbeit von Wissenschaft und Handwerk zur Marktreife gebracht wurden, mit Preisgeldern von insgesamt 25.000 Euro belohnt. Die Kooperation kann sich sowohl auf die Entwicklung von Produkten und Verfahren als auch auf Dienstleistungen oder die Einführung neuer Formen der betrieblichen Organisation beziehen.

Die Preisverleihung findet am 12. Juli 2018 mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Stuttgart statt. Bewerbungsfrist ist der 16. März 2018. Die komplette Ausschreibung gibt es hier zum Herunterladen.

Informationen: https://www.seifriz-preis.de